Fedora 13 ist fertig
Paul W. Frields hat die Version 13 der Community-Distribution von Red Hat zum Download freigegeben. Fedora 13 enthält keine revolutionären Änderungen, bringt dafür sehr viele Detailverbesserungen.
Die Neuerungen von Fedora 13 konzentrieren sich auf die Bereiche Desktop, Netbooks, Virtualisierung und Systemadministration. So beherrscht die neue Fedora-Version nun die automatische Installation von Druckertreibern, sobald ein entsprechendes Gerät an den Rechner angeschlossen wird. Auch das Installationsprogramm haben die Entwickler auf Benutzerfreundlichkeit hin optimiert und vor allem die Partitionierung erleichtert. Ein Farbmanagementtool soll bei der Kalibrierung von Bildschirm, Drucker und Scanner helfen.

Neue Anwendungen sind unter anderem der F-Spot-Ersatz Shotwell und das Backup-Tool Deja Dup. Dank einigen Upstream-Änderungen kann Fedora 13 besser mit iPods und dem iPhone umgehen, die mitgelieferten freien 3D-Treiber für ATI- und Nvidia-Karten verhelfen zudem manchem Nutzer zu einem 3D-Erlebnis ohne zusätzliche Nachinstallation. Nvidia-Nutzer müssen dazu allerdings das als experimentell bezeichnete Paket "mesa-dri-drivers-experimental" nachrüsten. Die Red-Hat-Entwickler haben zudem in die Treiber zum ersten Mal auch Support für die Ausgabe über den DisplayPort integriert.
Für die Entwickler bringt Fedora 13 neben einem sehr aktuellen Paketrepository eine spezielle Version von SystemTap mit, die auch Hochsprachen wie Java, Python und Tcl überwachen kann. Weitere sollen folgen. Python-Entwickler dürften sich über die Möglichkeit freuen, die Versionen 2 und 3 parallel zu installieren. Mit Netbeans 6.8 bringt Fedora zudem die erste Entwicklungsumgebung mit, die vollen Support für Java EE 6 enthält.
Auf der Admin-Seite wechselt Fedora 13 nun zu NFSv4 als Standard-Netzwerkdateisystem. Das neue Dateisystem Btrfs lässt sich auch zur Installation nutzen, allerdings muss man dazu von DVD installieren und als Bootparameter den Zusatz "btrfs" angeben. Kommende Fedora-Versionen sollen die Snapshot-Funktion von Btrfs im Desktop integriert haben. Auch für LVM gibt es eine entsprechende Snapshot-Funktion.
Auf der Virtualisierungsebene bringt die KVM-Unterstützung von Fedora 13 Support für feste PCI-Adressen (jeder virtuelle Gast enthält immer die gleiche virtuelle PCI-Adresse) und für virtuelle geteilte Netzwerkinterfaces mit. VHostNet und Virtx2apic sollen zudem für schnelleren Netzwerk- und I/O-Traffic sorgen. Eine detaillierte Liste sämtlicher neuen Features von Fedora 13 findet sich im Fedora-Wiki.

Neben der Standard-Version mit Gnome als Desktopumgebung gibt es Fedora 13 auch in diversen so genannten Spins mit KDE, LXDE, XFCE und weiteren Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme. Den Support für die PPC-Architektur hat Fedora mit Version 13 offiziell eingestellt.

Hier
geht's zur Fedora 13 Download-Seite.

Quelle: http://www.linux-magazin.de...
 
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